Säuren in der Hautpflege: Anwendung, Vorteile und Produkte

Viele greifen zu irgendeinem Peeling und erleben Irritation oder keine Wirkung. Wir bieten einen klaren Einstieg: verstehen, auswählen, sicher anwenden. So vermeiden Sie Fehlkäufe und unnötigen Reiz.

Hydroxysäuren wie AHA, BHA und PHA lösen Zell‑Verbindungen in der Hornschicht. Sie entfernen abgestorbene Zellen, öffnen Poren und unterstützen Zellerneuerung. Regelmäßige Anwendung kann zu einem gleichmäßigeren Teint und feineren Poren führen.

Unsere Praxisorientierung: Wir zeigen einfache, kaufbare Lösungen (Toner, Serum, Cleanser, Creme, professionelle Anwendungen) und ordnen Preisbereiche ein. Wichtig sind langsames Einschleichen, Feuchtigkeitspflicht und täglicher Sonnenschutz, damit die Anwendung kein Stress wird.

Wer unsicher ist, startet mit sanften Formaten und liest Etiketten. Für tiefer gehende Vorteile verweisen wir auf einen Überblick zu Wirkstoffen und Studien zur Wirkung von Säuren. Hilfe bei der Bestimmung des Hauttyps gibt die praktische Anleitung zur Bestimmung des Hauttyps: Hauttyp bestimmen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Beginnen: verstehen, dann auswählen, dann sicher anwenden.
  • Sanfte Formate (PHA, milde AHA) sind ideal zum Einstieg.
  • Feuchtigkeit und Sonnenschutz sind Pflicht.
  • Produkte nach Format (Toner, Serum, Creme) auswählen, nicht nach Hype.
  • Bei Reizung reduzieren oder pausieren; bei Unsicherheit Profi fragen.

Warum Säuren in der Hautpflege so gefragt sind: Das Problem aus Nutzersicht

Wer viel ausprobiert, erkennt schnell: Es fehlt selten an Produkten, sondern an der richtigen Ablösung abgestorbene hautzellen. Auf der Haut liegt dann eine dünne Schicht, die Licht schluckt. Das macht den Teint matt und das Hautbild rau.

A close-up view of dead skin cells, showcasing their texture and structure, displayed against a soft, warm-toned background resembling natural skin. The foreground features individual skin cells with a slightly translucent quality, highlighting their rough edges and faded appearance. In the middle ground, a gentle blur adds depth, enhancing the focus on the skin cells while maintaining a well-lit, natural atmosphere. The background should be soft and warm, evoking a sense of health and rejuvenation. Use soft, diffused lighting to create an inviting mood, similar to a Pinterest aesthetic. Capture the essence of skincare with a professional touch, ensuring the composition does not include any text or branding. Include the brand name "KüchenKiste" subtly integrated into the scene without dominating the image.

Fahle Haut, raue Textur und „Glow weg“

Wenn die Hauterneuerung langsamer läuft, bleiben abgestorbenen hautzellen länger auf der hautoberfläche. Das führt zu Rauigkeit, Make‑up, das fleckig sitzt, und zu dem Gefühl, Pflege würde nicht einziehen.

Verstopfte Poren, Mitesser und Unreinheiten

Oft sehen wir verstopfte poren an Nase und Kinn. Mitesser und wiederkehrende unreinheiten zeigen, dass Reinigung allein nicht ausreicht.

Ein chemisches peeling wirkt anders als stärkeres Schrubben: Es löst Rückstände in Poren und kann Mitessern vorbeugen.

Ungleichmäßiger Teint, Hyperpigmentierung und erste Fältchen

Pickelmale und sonnenbedingte hyperpigmentierung bleiben hartnäckig, wenn die obere Schicht zu langsam erneuert wird. Erste falten wirken sichtbarer auf einer unebenen hautoberfläche.

Unser Ziel: Keine Produktflut, sondern das passende Produktformat in einer sinnvollen Dosierung. So lassen sich abgestorbene hautzellen sanft entfernen und langfristig ein ruhigeres, klareres hautbild erreichen. Mehr zum Thema Überpflege und wie man Überpflegung vermeiden kann: Überpflegung vermeiden.

Hautpflege Säuren verstehen: AHA, BHA und PHA einfach erklärt

Wir erklären kurz und praktisch: Mit gezielten Wirkstoffen lösen wir die Brücken zwischen abgestorbenen hautzellen, statt sie mechanisch wegzuschrubben.

A visually appealing arrangement showcasing AHA, BHA, and PHA skincare products on a rustic wooden table. In the foreground, place elegant glass bottles of these acids, labeled subtly with their chemical structures. The middle section features lush green plants and soft, smooth stones to evoke a natural, soothing vibe. In the background, a softly blurred bathroom setting with warm, inviting lighting creates an atmosphere of calm and relaxation. Incorporate gentle sunlight streaming through a window, casting a warm glow over the scene. The overall mood is serene and informative, reflecting the effectiveness and benefits of these skincare acids. The brand name "KüchenKiste" subtly integrated into the scene through a decorative element, ensuring authenticity without any text overlays or watermarks.

Was Hydroxysäuren bewirken

Hydroxysäuren arbeiten als chemisches Peeling: Sie lösen interzelluläre verbindungen in der Hornschicht. Dadurch fallen alte Hautzellen sanft ab und die hauterneuerung läuft regelmäßiger.

AHA, BHA, PHA in einem Satz

AHA (alpha hydroxy) wie glykolsäure, milchsäure und Mandelsäure wirkt vor allem oberflächlich und glättet.

BHA (Salicylsäure) ist fettlöslich und dringt porentief ein — gut bei Mitessern und öligen Zonen.

PHA (Gluconolacton, Lactobionsäure) peelt langsamer und ist besonders barrierefreundlich für empfindliche Haut.

Gemeinsame Logik und Feuchtigkeit

Wenn hautzellen sanft gelöst werden, zieht Pflege oft besser ein und das haut feuchtigkeitsempfinden verbessert sich.

„Wirkung hängt von Formel, pH und Häufigkeit ab, nicht nur von Prozentangaben.“

Für mehr Hintergrund zu Hydroxyverbindungen empfehlen wir diesen fachlichen Überblick: Hydroxycarbonsäure. So fällt die Wahl zwischen AHA, BHA und PHA im Alltag leichter.

Welche Säure hilft bei welchem Hautproblem?

Bei konkreten Hautproblemen hilft eine gezielte Zuordnung: nicht jede Formel passt zu jedem Anspruch. Wir geben eine kurze, praxisnahe Entscheidungshilfe, damit die Routine übersichtlich bleibt.

Gegen trockene, schuppige Haut: AHA ist meist die erste Wahl. AHAs glätten die Oberfläche und können das Haut feuchtigkeitsempfinden verbessern. Bei sehr trockenen hauttypen starten wir mit niedriger Intensität und reichlich Pflege danach.

A vibrant, aesthetically pleasing image of two small glass jars labeled "Aha" and "Bha" standing confidently on a rustic wooden vanity. The jars are filled with creamy, textured liquids, surrounded by fresh green leaves and delicate white flowers for a natural touch. In the background, softly blurred, is a sunlit window, casting warm and inviting light that enhances the warm tones of the scene. The overall mood is calming and serene, inviting viewers into a world of skincare hydration and rejuvenation. The composition is captured with a shallow depth of field, ensuring the focus is on the jars while the background accents their natural beauty. The scene reflects the philosophy of KüchenKiste, embodying authenticity and a Pinterest-worthy aesthetic without any text overlays or distractions.

Poren, Mitesser und ölige T‑Zone

BHA (Salicylsäure) wirkt porentief und löst Ablagerungen. Bei Nase voller mitesser trotz Reinigung ist BHA oft das passende Beispiel. Bei aktiver, entzündlicher akne erst beruhigen, dann langsam einschleichen.

Empfindliche Haut und langsame Gewöhnung

PHA peelt sanfter und eignet sich für empfindliche haut. Wir empfehlen PHA, wenn Rötungen oder Reizungen schnell auftreten.

Pigmentflecken, Pickelmale und Falten

Für ungleichmäßigen teint und hyperpigmentierung hilft AHA durch gleichmäßigere Abschuppung und Hauterneuerung. Bei erster Faltenbildung verbessert regelmäßige Anwendung das hautbild. Sonnenschutz gehört dabei zur Behandlung.

„Weniger Produkte, klare Zuordnung: Problem → Wirkstoff → passende Intensität.“

Mehr Details zur Auswahl und Wirkweise finden Sie im Überblick zu AHA/BHA/PHA und beim Wirkstoffe verstehen-Leitfaden.

Anwendung im Alltag: So integrierst du AHA/BHA/PHA sicher in deine Hautpflegeroutine

Im Alltag zählt: eine einfache, verlässliche Routine schlägt tägliches Experimentieren. Wir empfehlen einen klaren Ablauf, der Zeit spart und Irritationen vermeidet.

Starten: Reinigen → leave-on Produkt mit Wirkstoff → Feuchtigkeit. Das reicht oft für sichtbare Verbesserungen im Gesicht.

Langsam beginnen

Beginne mit 2–3 Abenden pro Woche. Steigere nur, wenn die Haut ruhig bleibt. Ein leichtes Kribbeln ist normal. Starkes Brennen, anhaltende Rötung oder Schuppung sind Stoppsignale.

Häufigkeit & Timing

Säure-Formate nutzt man lieber abends. So ist die UV-Exposition direkt danach gering. Tagsüber immer Sonnenschutz verwenden.

Kombinieren ohne Stress

Wechsel AHA und BHA ab (z. B. AHA Mo/Do, BHA Di/Sa) oder wähle eine ausgewogene Formel. So klärst du Poren und vermeidest Überforderung.

Feuchtigkeit danach ist Pflicht

Feuchtigkeit schützt die Barriere und reduziert Reizungen. Ohne passende Creme leidet die Hautfeuchtigkeit und die Wirkung kann ausbremsen.

„Weniger Produkte, klarer Plan: das senkt das Risiko für Irritation und fördert langfristig die Zellerneuerung.“

  • Alltagstipp: keine DIY‑Experimente, auf getestete Produkte setzen.
  • Bei empfindlicher Haut: mit PHA und niedriger Frequenz starten.
  • Erstverschlechterung: sichtbare Unreinheiten können kurzfristig zunehmen — nicht panisch nachpeelen.
Situation Frequenz Produkt-Typ Erwartete Wirkung
Einsteiger 2–3×/Woche mildes leave-on (Toner/Serum) Sanftes Peeling, bessere Aufnahme von Pflege
Robuste Haut 3–5×/Woche konzentrierteres Serum Klären der Poren, weniger Unreinheiten
Empfindliche Haut 1–2×/Woche PHA-Formel Schonendes Peeling, weniger Rötung
Alltagstauglich Flexibel Ausgewogene Formeln Routine ohne Stress, nachhaltige Wirkungen

Für eine stressfreie, umsetzbare Routine mit klinisch geprüften Produkten empfehlen wir diesen Praxis-Guide: Beauty‑Pflege: stressfrei.

A serene bathroom setting featuring a stylish, minimalistic vanity with various skincare products, emphasizing AHA, BHA, and PHA. In the foreground, a hand is gently applying a serum to the face, showcasing a natural skincare routine. The middle ground includes neatly arranged bottles labeled "KüchenKiste" with lush green plants to evoke a refreshing feel. The background should show soft, warm lighting that creates a calming atmosphere, with light reflecting off the mirror. The lens should capture a close-up view, highlighting the textures of the skin and the elegant design of the skincare products. The overall mood is inviting and serene, promoting a sense of daily self-care and wellness.

Konzentration, pH-Wert und Verträglichkeit: Darauf kommt es wirklich an

Für die Alltagspraxis zählt: sichere Konzentrationen, passender pH‑Bereich und verträgliche Inhaltsstoffe. Das erleichtert die Kaufentscheidung und minimiert Irritationen.

Konzentrationen im Überblick:

Heimanwendung vs. professionelle Behandlung

Für Zuhause empfehlen wir typischerweise Produkte bis etwa 10 % Konzentration. Intensivere Formeln bis rund 40 % gehören in Institute. Alles darüber sollte ärztlich begleitet werden.

Warum Prozent nicht alles sagt

Die tatsächliche wirkung hängt nicht nur von der Konzentration ab. Der pH‑Wert entscheidet, wie viel freie Säure aktiv ist. Produkte mit niedrigem pH entfalten oft stärkere Effekte bei gleicher Prozentangabe.

A close-up of a serene and inviting skincare setup on a wooden table. In the foreground, a beautifully arranged selection of skincare products featuring various acid-based serums in elegant, minimalist glass bottles, labeled "KüchenKiste." In the middle, a delicate, soft-focus arrangement of fresh ingredients like citrus slices and botanical extracts, subtly highlighting the natural origins of the products. The background softly blurs into a warm, sunlit room with soft pastel colors, conveying a soothing atmosphere that promotes concentration and mindfulness in skincare. The lighting is soft and natural, creating gentle shadows to enhance the textures of the bottles and ingredients. Aim for a Pinterest-inspired aesthetic that feels authentic and visually appealing, emphasizing harmony and balance in skin health.

Formulierung zählt: was empfindliche Haut besser verträgt

Alkohol und starke Duftstoffe erhöhen das Reizrisiko. Beruhigende Zusätze wie Panthenol oder bestimmte Pflanzenextrakte verbessern die Verträglichkeit.

„Mehr ist nicht immer besser – Formulierung, pH und Anwendungshäufigkeit bestimmen das Ergebnis.“

  • Auf dem Etikett achten: Prozent, pH‑Angabe, Trägerstoff und Packaging.
  • Nach Hauttypen wählen: Trockene Haut braucht feuchtigkeitsspendende Texturen; ölige Haut leichte Fluide; sehr reaktive Haut sanfte, niedrig dosierte Formeln.
  • Sicherheitsnetz: Bei starker Reizung Frequenz reduzieren, pausieren und auf Barrierepflege setzen.
Aspekt Alltagsempfehlung Warum es wichtig ist
Konzentration ≤ 10 % zuhause; 10–40 % professionell Schutz der Barriere; Dosierung steuert Irritationsrisiko
pH‑Bereich leicht sauer, nah an natürlichem pH (ca. 4,1–5,8) Bestimmt die aktive Säuremenge und damit die Wirkung
Formulierung ohne Alkohol/Parfum bei empfindlicher haut Erhöht die Verträglichkeit und verringert Rötungen
Nachsorge Feuchtigkeit & Sonnenschutz Schützt Barriere und sichert langfristige Behandlungsergebnisse

Mehr Details zur Auswahl und sensiblen Haut finden Sie in unserem Überblick zu Hydroxy‑Verbindungen und in der Praxisseite für sensible Haut: Hydroxysäuren im Überblick und Tipps für empfindliche Haut.

Produkte statt DIY: Welche Produkttypen es gibt und was sie leisten

Die Auswahl des richtigen Produkttyps entscheidet oft über Erfolg oder Irritation in der Routine. Wir ordnen die wichtigsten Formate und sagen, wann welches Produkt sinnvoll ist.

A beautifully arranged display of skincare products emphasizing acids for skincare, such as serums, creams, and toners, set against a soft, warm-toned background to evoke a cozy, inviting atmosphere. In the foreground, a stylish, minimalistic selection of products from the brand "KüchenKiste" is highlighted, showcasing elegant packaging and labels. The middle ground features lush green plants and smooth stones, enhancing the natural theme. Soft, diffused lighting creates gentle shadows that improve depth and warmth. The angle should be slightly above eye level, providing a clear view of the products as the focal point. The overall aesthetic is authentic, exuding a Pinterest-like vibe, capturing the essence of modern skincare without any text or distractions.

Leave-on Peelings (Toner, Liquid, Serum)

Kontinuierlich, effektiv: Toner und Liquid Refiner (z. B. NIVEA LUMINOUS630 als Beispiel für 4% AHA + 1% PHA) bleiben auf der haut und liefern kontinuierliche Ergebnisverbesserung.

Vorteil: schnelle Wirkung; Nachteil: höheres Reizpotenzial bei empfindlicher haut.

Cleanser und Peeling-Waschgel mit BHA

Salicylsäure‑haltige Reiniger (z. B. Derma Skin Clear Beispiele) sind praktisch bei öliger haut, poren und Unreinheiten. Kontaktzeit ist kurz, daher oft milder.

Cremes und Lotions mit AHA

Glykolsäure oder milchsäure in Cremes eignet sich für Gesicht und Körper. Besonders sinnvoll bei raue stellen oder unreinheiten am Körper.

Professionelle Chemical Peels

Im Institut bis ~40%: sinnvoll bei hartnäckigen Texturen, Pigmenten oder Akne‑Narben. Nur mit Beratung, abgestimmter Einwirkzeit und Nachsorge.

Produkttyp Beispiel Stärken Nachteile
Leave-on (Toner/Serum) NIVEA Luminous630 (Beispiel) schnelle Glättung, Porenklärung höheres Irritationsrisiko
Cleanser mit BHA Derma Skin Clear (Beispiel) alltagstauglich, gut bei akne/Unreinheiten geringere Einwirkzeit, weniger Kick
Cremes / Lotions Fruchtsäurecreme (Beispiel DERMASENCE) praktisch für Körper, pflegend im Gesicht oft schwächer
Profi‑Peel Institutbehandlung starke Ergebnissteigerung Downtime, Kosten, ärztliche Betreuung

„Wer Poren klarstellen will, startet eher mit salicylsäure; für Glow und glatte hautoberfläche eher AHA.“

  • Kaufkriterien: Packaging (airless), Dosierbarkeit, Probegrößen, Duftfreiheit.
  • Empfehlungslogik: Poren/mitesser → BHA; Glow/Teint → AHA; empfindlich → PHA/niedrige Dosis.

Fazit

Zum Abschluss fassen wir die praktische Entscheidungshilfe kompakt zusammen.

AHA für Textur, Glow und Teint. BHA für Poren und Unreinheiten. PHA für empfindliche Haut. Starten Sie lieber langsam und bauen die Anwendung schrittweise aus.

Wichtig: sonnenschutz ist der entscheidende Erfolgsfaktor. AHAs/BHAs erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Abends anwenden, morgens immer sonnenschutz. Bei viel Outdoor‑Zeit empfehlen wir LSF 50+ oder vergleichbare Produkte wie Eucerin Face Sun oder DERMASENCE Solvinea Med (LSF 50+).

Mini‑Checkliste: 1) Problem wählen, 2) Produkttyp, 3) Frequenz planen, 4) Feuchtigkeit danach, 5) täglicher sonnenschutz.

FAQs:

Wie oft? 1–3×/Woche je nach Toleranz. Wann? Abends. Warum Feuchtigkeit? Schützt die Barriere. Was, wenn Rötung? Pause, mehr Pflege, dann neu starten.

Für Details zur Wahl von AHA vs. BHA empfehlen wir den Unterschied AHA und BHA. Hilfe für eine praktikable Routine und Zeitplanung finden Sie hier: Beauty‑Routine Zeitmanagement.

FAQ

Was bewirken AHA-, BHA- und PHA‑Produkte konkret auf der Haut?

Alpha‑, Beta‑ und Polyhydroxysäuren lösen die Verbindung zwischen abgestorbenen Hautzellen, fördern die Zellerneuerung und verbessern so Struktur und Teint. AHA wirken oberflächlicher und hydratisierend (z. B. Glykolsäure, Milchsäure), BHA wie Salicylsäure dringen fettlöslich in Poren ein und klären Mitesser, PHA sind milder und eignen sich besser für empfindliche Haut.

Wie beginne ich sicher mit einem Säureprodukt?

Wir empfehlen langsam zu starten: ein- bis zweimal pro Woche ein Produkt mit niedriger Konzentration verwenden und die Häufigkeit schrittweise erhöhen. Kribbeln bis zu leichtes Spannungsgefühl kann normal sein; starke Rötung oder Brennen ist ein Warnsignal. Bei Unsicherheit Gesichtspflege mit PHA oder niedrigprozentigen AHA wählen.

Welche Konzentration ist für Zuhause sinnvoll?

Für die Heimroutine gelten meist AHA/BHA‑Formeln bis etwa 10 Prozent als praktikabel und verträglich. Stärkere Peelings (20–40 % oder mehr) gehören in professionelle Hände. Wichtiger als nur die Prozentzahl ist der pH‑Wert: Er bestimmt, wie aktiv die Säure auf der Haut wirkt.

Muss ich nach der Anwendung Sonnenschutz tragen?

Ja. Nach Peelings steigt die Sonnenempfindlichkeit. Ein täglicher Breitband‑LSF (mindestens LSF 30, besser LSF 50+) ist Pflicht, besonders in den ersten Tagen nach regelmäßiger Anwendung von AHA oder BHA, um Hyperpigmentierung zu vermeiden.

Kann ich AHA und BHA gleichzeitig verwenden?

In vielen Fällen ist abwechselnde Anwendung sinnvoll — etwa AHA abends an Tagen, an denen kein BHA verwendet wird. Einige formulierte Produkte kombinieren beide Wirkstoffe sicher. Wichtig ist, die Hautbarriere nicht zu überlasten und auf Reizzeichen zu achten.

Eignen sich Säureprodukte bei Akne und Mitessern?

BHA (Salicylsäure) ist bei verstopften Poren und Mitessern besonders effektiv, weil sie öl‑ und porenlöslich ist. AHA kann ebenfalls helfen, indem es die Hautoberfläche glättet und Narbenbildung reduziert. Bei entzündlicher, starker Akne sollte eine ärztliche Beratung erfolgen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten und wie reagiere ich?

Mögliche Nebenwirkungen sind Rötung, Schuppung, Spannungsgefühl oder temporäre Erstverschlechterung. Bei anhaltender oder starker Irritation Produkt absetzen, beruhigende Pflege (feuchtigkeitsspendende Cremes, pH‑neutrale Reinigungsmittel) nutzen und gegebenenfalls eine dermatologische Abklärung suchen.

Wie wähle ich das passende Produkt für meinen Hauttyp?

Für trockene, fahle Haut eignen sich AHA‑Formeln mit feuchtigkeitsspendenden Zusätzen. Bei fettiger oder zu Mitessern neigender Haut ist BHA ideal. Empfindliche Haut profitiert von PHA oder sehr niedrigen AHA‑Konzentrationen. Achten Sie auf pH, Zusatzstoffe (keine unnötigen Duftstoffe) und Verpackung (lichtgeschützt).

Sind DIY‑Peelings mit Glykolsäure oder Zitronensaft empfehlenswert?

Wir raten von DIY‑Lösungen mit konzentrierten Säuren oder Zitronensaft ab. Selbstgemischte Peelings können Reizungen und ungleichmäßige Ergebnisse verursachen. Besser sind geprüfte Produkte mit klarer Angabe zu Konzentration und pH‑Wert.

Wie schnell sehe ich Ergebnisse und wie lange muss ich dranbleiben?

Erste Verbesserungen bei Hauttextur und Leuchten zeigen sich oft nach 2–4 Wochen. Für deutliche Veränderungen bei Pigmentflecken oder Falten sind mehrere Monate regelmäßiger Anwendung üblich. Kontinuität und ergänzender Sonnenschutz sind entscheidend.

Kann ich Säuren mit Retinol, Vitamin C oder Niacinamid kombinieren?

Manche Kombinationen sind möglich, andere erhöhen das Reizrisiko. Retinol plus Säure kann stark austrocknen und sollte vorsichtig dosiert oder zeitlich getrennt werden. Vitamin C (stabile Formen) und Niacinamid lassen sich oft ergänzen, am besten schrittweise testen und auf Verträglichkeit achten.

Welche Produktarten sind praktisch für die tägliche Anwendung?

Leave‑on‑Formeln wie Toner, Liquids und Seren bieten kontinuierliche Wirkung. BHA‑Reinigungsmittel können bei öliger Haut morgens Sinn machen, sind aber meist milder. Cremes mit AHA eignen sich gut für Körperstellen wie raue Ellbogen oder Beine.

Wann ist ein professionelles chemisches Peeling sinnvoll?

Bei ausgeprägten Pigmentstörungen, stärkeren Falten oder wenn Heimprodukte nicht mehr ausreichen, kann ein professionelles Peeling mehr Wirkung bringen. Solche Behandlungen sollten von Dermatologen oder erfahrenen Kosmetikerinnen durchgeführt werden.

Worauf achte ich beim Kauf (Checkliste)?

Wichtige Kriterien sind Wirkstoff (AHA/BHA/PHA), Konzentration, pH‑Wert, Inhaltsstoffe (weniger Alkohol, keine unnötigen Duftstoffe), Verpackung (lichtgeschützt) und Angaben zum Hauttyp. Eine überschaubare, reizarme Formel erhöht die Alltagstauglichkeit.

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