Viele greifen zu irgendeinem Peeling und erleben Irritation oder keine Wirkung. Wir bieten einen klaren Einstieg: verstehen, auswählen, sicher anwenden. So vermeiden Sie Fehlkäufe und unnötigen Reiz.
Hydroxysäuren wie AHA, BHA und PHA lösen Zell‑Verbindungen in der Hornschicht. Sie entfernen abgestorbene Zellen, öffnen Poren und unterstützen Zellerneuerung. Regelmäßige Anwendung kann zu einem gleichmäßigeren Teint und feineren Poren führen.
Unsere Praxisorientierung: Wir zeigen einfache, kaufbare Lösungen (Toner, Serum, Cleanser, Creme, professionelle Anwendungen) und ordnen Preisbereiche ein. Wichtig sind langsames Einschleichen, Feuchtigkeitspflicht und täglicher Sonnenschutz, damit die Anwendung kein Stress wird.
Wer unsicher ist, startet mit sanften Formaten und liest Etiketten. Für tiefer gehende Vorteile verweisen wir auf einen Überblick zu Wirkstoffen und Studien zur Wirkung von Säuren. Hilfe bei der Bestimmung des Hauttyps gibt die praktische Anleitung zur Bestimmung des Hauttyps: Hauttyp bestimmen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Beginnen: verstehen, dann auswählen, dann sicher anwenden.
- Sanfte Formate (PHA, milde AHA) sind ideal zum Einstieg.
- Feuchtigkeit und Sonnenschutz sind Pflicht.
- Produkte nach Format (Toner, Serum, Creme) auswählen, nicht nach Hype.
- Bei Reizung reduzieren oder pausieren; bei Unsicherheit Profi fragen.
Warum Säuren in der Hautpflege so gefragt sind: Das Problem aus Nutzersicht
Wer viel ausprobiert, erkennt schnell: Es fehlt selten an Produkten, sondern an der richtigen Ablösung abgestorbene hautzellen. Auf der Haut liegt dann eine dünne Schicht, die Licht schluckt. Das macht den Teint matt und das Hautbild rau.
Fahle Haut, raue Textur und „Glow weg“
Wenn die Hauterneuerung langsamer läuft, bleiben abgestorbenen hautzellen länger auf der hautoberfläche. Das führt zu Rauigkeit, Make‑up, das fleckig sitzt, und zu dem Gefühl, Pflege würde nicht einziehen.
Verstopfte Poren, Mitesser und Unreinheiten
Oft sehen wir verstopfte poren an Nase und Kinn. Mitesser und wiederkehrende unreinheiten zeigen, dass Reinigung allein nicht ausreicht.
Ein chemisches peeling wirkt anders als stärkeres Schrubben: Es löst Rückstände in Poren und kann Mitessern vorbeugen.
Ungleichmäßiger Teint, Hyperpigmentierung und erste Fältchen
Pickelmale und sonnenbedingte hyperpigmentierung bleiben hartnäckig, wenn die obere Schicht zu langsam erneuert wird. Erste falten wirken sichtbarer auf einer unebenen hautoberfläche.
Unser Ziel: Keine Produktflut, sondern das passende Produktformat in einer sinnvollen Dosierung. So lassen sich abgestorbene hautzellen sanft entfernen und langfristig ein ruhigeres, klareres hautbild erreichen. Mehr zum Thema Überpflege und wie man Überpflegung vermeiden kann: Überpflegung vermeiden.
Hautpflege Säuren verstehen: AHA, BHA und PHA einfach erklärt
Wir erklären kurz und praktisch: Mit gezielten Wirkstoffen lösen wir die Brücken zwischen abgestorbenen hautzellen, statt sie mechanisch wegzuschrubben.
Was Hydroxysäuren bewirken
Hydroxysäuren arbeiten als chemisches Peeling: Sie lösen interzelluläre verbindungen in der Hornschicht. Dadurch fallen alte Hautzellen sanft ab und die hauterneuerung läuft regelmäßiger.
AHA, BHA, PHA in einem Satz
AHA (alpha hydroxy) wie glykolsäure, milchsäure und Mandelsäure wirkt vor allem oberflächlich und glättet.
BHA (Salicylsäure) ist fettlöslich und dringt porentief ein — gut bei Mitessern und öligen Zonen.
PHA (Gluconolacton, Lactobionsäure) peelt langsamer und ist besonders barrierefreundlich für empfindliche Haut.
Gemeinsame Logik und Feuchtigkeit
Wenn hautzellen sanft gelöst werden, zieht Pflege oft besser ein und das haut feuchtigkeitsempfinden verbessert sich.
„Wirkung hängt von Formel, pH und Häufigkeit ab, nicht nur von Prozentangaben.“
Für mehr Hintergrund zu Hydroxyverbindungen empfehlen wir diesen fachlichen Überblick: Hydroxycarbonsäure. So fällt die Wahl zwischen AHA, BHA und PHA im Alltag leichter.
Welche Säure hilft bei welchem Hautproblem?
Bei konkreten Hautproblemen hilft eine gezielte Zuordnung: nicht jede Formel passt zu jedem Anspruch. Wir geben eine kurze, praxisnahe Entscheidungshilfe, damit die Routine übersichtlich bleibt.
Gegen trockene, schuppige Haut: AHA ist meist die erste Wahl. AHAs glätten die Oberfläche und können das Haut feuchtigkeitsempfinden verbessern. Bei sehr trockenen hauttypen starten wir mit niedriger Intensität und reichlich Pflege danach.
Poren, Mitesser und ölige T‑Zone
BHA (Salicylsäure) wirkt porentief und löst Ablagerungen. Bei Nase voller mitesser trotz Reinigung ist BHA oft das passende Beispiel. Bei aktiver, entzündlicher akne erst beruhigen, dann langsam einschleichen.
Empfindliche Haut und langsame Gewöhnung
PHA peelt sanfter und eignet sich für empfindliche haut. Wir empfehlen PHA, wenn Rötungen oder Reizungen schnell auftreten.
Pigmentflecken, Pickelmale und Falten
Für ungleichmäßigen teint und hyperpigmentierung hilft AHA durch gleichmäßigere Abschuppung und Hauterneuerung. Bei erster Faltenbildung verbessert regelmäßige Anwendung das hautbild. Sonnenschutz gehört dabei zur Behandlung.
„Weniger Produkte, klare Zuordnung: Problem → Wirkstoff → passende Intensität.“
Mehr Details zur Auswahl und Wirkweise finden Sie im Überblick zu AHA/BHA/PHA und beim Wirkstoffe verstehen-Leitfaden.
Anwendung im Alltag: So integrierst du AHA/BHA/PHA sicher in deine Hautpflegeroutine
Im Alltag zählt: eine einfache, verlässliche Routine schlägt tägliches Experimentieren. Wir empfehlen einen klaren Ablauf, der Zeit spart und Irritationen vermeidet.
Starten: Reinigen → leave-on Produkt mit Wirkstoff → Feuchtigkeit. Das reicht oft für sichtbare Verbesserungen im Gesicht.
Langsam beginnen
Beginne mit 2–3 Abenden pro Woche. Steigere nur, wenn die Haut ruhig bleibt. Ein leichtes Kribbeln ist normal. Starkes Brennen, anhaltende Rötung oder Schuppung sind Stoppsignale.
Häufigkeit & Timing
Säure-Formate nutzt man lieber abends. So ist die UV-Exposition direkt danach gering. Tagsüber immer Sonnenschutz verwenden.
Kombinieren ohne Stress
Wechsel AHA und BHA ab (z. B. AHA Mo/Do, BHA Di/Sa) oder wähle eine ausgewogene Formel. So klärst du Poren und vermeidest Überforderung.
Feuchtigkeit danach ist Pflicht
Feuchtigkeit schützt die Barriere und reduziert Reizungen. Ohne passende Creme leidet die Hautfeuchtigkeit und die Wirkung kann ausbremsen.
„Weniger Produkte, klarer Plan: das senkt das Risiko für Irritation und fördert langfristig die Zellerneuerung.“
- Alltagstipp: keine DIY‑Experimente, auf getestete Produkte setzen.
- Bei empfindlicher Haut: mit PHA und niedriger Frequenz starten.
- Erstverschlechterung: sichtbare Unreinheiten können kurzfristig zunehmen — nicht panisch nachpeelen.
| Situation | Frequenz | Produkt-Typ | Erwartete Wirkung |
|---|---|---|---|
| Einsteiger | 2–3×/Woche | mildes leave-on (Toner/Serum) | Sanftes Peeling, bessere Aufnahme von Pflege |
| Robuste Haut | 3–5×/Woche | konzentrierteres Serum | Klären der Poren, weniger Unreinheiten |
| Empfindliche Haut | 1–2×/Woche | PHA-Formel | Schonendes Peeling, weniger Rötung |
| Alltagstauglich | Flexibel | Ausgewogene Formeln | Routine ohne Stress, nachhaltige Wirkungen |
Für eine stressfreie, umsetzbare Routine mit klinisch geprüften Produkten empfehlen wir diesen Praxis-Guide: Beauty‑Pflege: stressfrei.

Konzentration, pH-Wert und Verträglichkeit: Darauf kommt es wirklich an
Für die Alltagspraxis zählt: sichere Konzentrationen, passender pH‑Bereich und verträgliche Inhaltsstoffe. Das erleichtert die Kaufentscheidung und minimiert Irritationen.
Konzentrationen im Überblick:
Heimanwendung vs. professionelle Behandlung
Für Zuhause empfehlen wir typischerweise Produkte bis etwa 10 % Konzentration. Intensivere Formeln bis rund 40 % gehören in Institute. Alles darüber sollte ärztlich begleitet werden.
Warum Prozent nicht alles sagt
Die tatsächliche wirkung hängt nicht nur von der Konzentration ab. Der pH‑Wert entscheidet, wie viel freie Säure aktiv ist. Produkte mit niedrigem pH entfalten oft stärkere Effekte bei gleicher Prozentangabe.

Formulierung zählt: was empfindliche Haut besser verträgt
Alkohol und starke Duftstoffe erhöhen das Reizrisiko. Beruhigende Zusätze wie Panthenol oder bestimmte Pflanzenextrakte verbessern die Verträglichkeit.
„Mehr ist nicht immer besser – Formulierung, pH und Anwendungshäufigkeit bestimmen das Ergebnis.“
- Auf dem Etikett achten: Prozent, pH‑Angabe, Trägerstoff und Packaging.
- Nach Hauttypen wählen: Trockene Haut braucht feuchtigkeitsspendende Texturen; ölige Haut leichte Fluide; sehr reaktive Haut sanfte, niedrig dosierte Formeln.
- Sicherheitsnetz: Bei starker Reizung Frequenz reduzieren, pausieren und auf Barrierepflege setzen.
| Aspekt | Alltagsempfehlung | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Konzentration | ≤ 10 % zuhause; 10–40 % professionell | Schutz der Barriere; Dosierung steuert Irritationsrisiko |
| pH‑Bereich | leicht sauer, nah an natürlichem pH (ca. 4,1–5,8) | Bestimmt die aktive Säuremenge und damit die Wirkung |
| Formulierung | ohne Alkohol/Parfum bei empfindlicher haut | Erhöht die Verträglichkeit und verringert Rötungen |
| Nachsorge | Feuchtigkeit & Sonnenschutz | Schützt Barriere und sichert langfristige Behandlungsergebnisse |
Mehr Details zur Auswahl und sensiblen Haut finden Sie in unserem Überblick zu Hydroxy‑Verbindungen und in der Praxisseite für sensible Haut: Hydroxysäuren im Überblick und Tipps für empfindliche Haut.
Produkte statt DIY: Welche Produkttypen es gibt und was sie leisten
Die Auswahl des richtigen Produkttyps entscheidet oft über Erfolg oder Irritation in der Routine. Wir ordnen die wichtigsten Formate und sagen, wann welches Produkt sinnvoll ist.

Leave-on Peelings (Toner, Liquid, Serum)
Kontinuierlich, effektiv: Toner und Liquid Refiner (z. B. NIVEA LUMINOUS630 als Beispiel für 4% AHA + 1% PHA) bleiben auf der haut und liefern kontinuierliche Ergebnisverbesserung.
Vorteil: schnelle Wirkung; Nachteil: höheres Reizpotenzial bei empfindlicher haut.
Cleanser und Peeling-Waschgel mit BHA
Salicylsäure‑haltige Reiniger (z. B. Derma Skin Clear Beispiele) sind praktisch bei öliger haut, poren und Unreinheiten. Kontaktzeit ist kurz, daher oft milder.
Cremes und Lotions mit AHA
Glykolsäure oder milchsäure in Cremes eignet sich für Gesicht und Körper. Besonders sinnvoll bei raue stellen oder unreinheiten am Körper.
Professionelle Chemical Peels
Im Institut bis ~40%: sinnvoll bei hartnäckigen Texturen, Pigmenten oder Akne‑Narben. Nur mit Beratung, abgestimmter Einwirkzeit und Nachsorge.
| Produkttyp | Beispiel | Stärken | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Leave-on (Toner/Serum) | NIVEA Luminous630 (Beispiel) | schnelle Glättung, Porenklärung | höheres Irritationsrisiko |
| Cleanser mit BHA | Derma Skin Clear (Beispiel) | alltagstauglich, gut bei akne/Unreinheiten | geringere Einwirkzeit, weniger Kick |
| Cremes / Lotions | Fruchtsäurecreme (Beispiel DERMASENCE) | praktisch für Körper, pflegend | im Gesicht oft schwächer |
| Profi‑Peel | Institutbehandlung | starke Ergebnissteigerung | Downtime, Kosten, ärztliche Betreuung |
„Wer Poren klarstellen will, startet eher mit salicylsäure; für Glow und glatte hautoberfläche eher AHA.“
- Kaufkriterien: Packaging (airless), Dosierbarkeit, Probegrößen, Duftfreiheit.
- Empfehlungslogik: Poren/mitesser → BHA; Glow/Teint → AHA; empfindlich → PHA/niedrige Dosis.
Fazit
Zum Abschluss fassen wir die praktische Entscheidungshilfe kompakt zusammen.
AHA für Textur, Glow und Teint. BHA für Poren und Unreinheiten. PHA für empfindliche Haut. Starten Sie lieber langsam und bauen die Anwendung schrittweise aus.
Wichtig: sonnenschutz ist der entscheidende Erfolgsfaktor. AHAs/BHAs erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Abends anwenden, morgens immer sonnenschutz. Bei viel Outdoor‑Zeit empfehlen wir LSF 50+ oder vergleichbare Produkte wie Eucerin Face Sun oder DERMASENCE Solvinea Med (LSF 50+).
Mini‑Checkliste: 1) Problem wählen, 2) Produkttyp, 3) Frequenz planen, 4) Feuchtigkeit danach, 5) täglicher sonnenschutz.
FAQs:
Wie oft? 1–3×/Woche je nach Toleranz. Wann? Abends. Warum Feuchtigkeit? Schützt die Barriere. Was, wenn Rötung? Pause, mehr Pflege, dann neu starten.
Für Details zur Wahl von AHA vs. BHA empfehlen wir den Unterschied AHA und BHA. Hilfe für eine praktikable Routine und Zeitplanung finden Sie hier: Beauty‑Routine Zeitmanagement.